Filomaniac

Das deutsche Blog für alle Filofax-Fans. - The German blog for all Filofax fans.

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24. Mai 2016

Neuheiten 2016 (1): Classic Croc (Update)

Ich verrate Euch ein Geheimnis: ich hatte bereits im März die Gelegenheit, einen Blick in die Onlineversion des neuen Filofax-Händlerkatalogs zu werfen, durfte aber nicht darüber berichten.

Nun ist es amtlich: das erste neue Modell ist da - jedenfalls in UK -, nämlich der Classic Croc. Und wie es scheint, hat Filofax sich diesmal echt Mühe gegeben: "[...] we listened to our Filofax users and took inspiration from both our heritage and new products to design the perfect combination of classic features and functionality with a few modern Twists."

Der Classic Croc kommt in vier Größen: Pocket (99 GBP), Compact (129 GBP) - diese Größe firmiert jetzt als Personal Compact, um sie von der neuen Größe Pocket Compact zu unterscheiden -, Personal (135 GBP) und A5 (179 GBP), und in drei Farben, nämlich Chestnut (Dunkelbraun), Indigo (Blau) und Fawn (Hellbraun).

Gefertigt aus edlem italienischen Kalbleder mit Krokoprint, liegt der Classic Croc - laut Filofax - sofort flach: "Straight out of the box, the organiser effortlessly melts into the table by lying perfectly flat, creating a beautiful writing Surface." Die Formulierung "melts into the table" (schmilzt auf dem Tisch) gefällt mir ja besonders. Müsst Ihr auch gerade an Schokolade denken?

Geschlossen wird er mit einer - für Filofax ungewohnt breiten - Druckknopflasche (ob man sich da an Marken wie Van der Spek oder Gillio orientiert hat?): "The simple and firm strap closure also has enough length to allow a high capacity of pages to be added inside and securely closed." 

Modellbezeichnung und Größe sind - wie wir das von den Vintage-Modellen kennen - auf der Innenseite in Goldbuchstaben aufgedruckt.

Links bietet der Classic Croc ein Reißverschlussfach (z. B. fürs Smartphone) sowie ein Einschubfach über die ganze Höhe, rechts vier (Pocket), sieben (Personal und Personal Compact) bzw. neun (A5) horizontale Kartenfächer sowie ebenfalls ein Einschubfach (in der Größe A5 zwei) und eine elastische Stiftschlaufe: "A part enclosed elastic pen loop updates the conventional leather pen holder, allowing you to pop in your favourite large pen with ease." Die Schlaufe ist, wie man hier gut sehen kann, komplett elastisch, wird jedoch von einem Stück Leder quasi kaschiert. Ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll... ich glaube, es würde mich nerven, wenn das Leder dann so nach oben steht.

Der Clou aber ist die sogenannte wallet pocket - ein Rückenfach über die gesamte Breite: "A decades old Filofax innovation finishes the construction – a  full height and width wallet pocket is included in all sizes in the collection. This means that if you use an A5 organiser, you can easily slip A4 pages inside." Das gab es in Personal bzw. A5 zuletzt beim Balmoral - und in (Personal) Compact noch nie!

Wenn er doch bloß in Black käme... Vielleicht ganz gut so: der Preis übersteigt meine Schmerzgrenze gewaltig.

Aktuell ist der Classic Croc nur in UK erhältlich, vermutlich dauert es aber nicht mehr lange, bis er auch in Deutschland verfügbar ist. Laut Händlerkatalog werden die Preise bei 139 Euro (Pocket), 189 Euro (Personal und P. Compact) bzw. 249 Euro (A5) liegen. Fangt am besten schon mal an zu sparen...

Update 24. Mai 2016
Die erste Review ist bereits online: Ena zeigt Euch den Classic Croc Compact Personal. 

21. Mai 2016

Speakers' Corner Saturday - 322

Guten Morgen, liebe Filomaniacs! Wie war Eure Woche? Das Wochenende soll ja nun endlich wieder schön werden - genießen wir es!

Bei mir gibt's momentan nichts Aufregendes zu berichten. 
Ich habe in diesem Monat begonnen, einen Filofax (den Indie) mit Reiseinfos für den Sommerurlaub zusammenzustellen: Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants, Shops, Öffnungszeiten, Preise... - ich schreibe alles auf, und ergänze bzw. korrigiere es dann vor Ort. Nach dem Urlaub werden diese Infos archiviert für den nächsten Uraub. In diesem Jahr geht's nach Portugal - da waren wir noch nie, deshalb kann ich da nicht auf "alte" Infos zurückgreifen. 

Indie macht sich reisefertig
Und bei euch so? Welche Pläne habt Ihr für dieses Wochenende? Ich wünsche Euch eine gute Zeit!

14. Mai 2016

Speakers' Corner Saturday - 321

Guten Morgen, liebe Filomaniacs! Wie war Eure Woche? Konntet Ihr ein paar warme Tage genießen? 

Schade nur, dass das Wetter zu Pfingsten doch einiges zu wünschen übrig lässt!
Wie nutzt Ihr das lange Wochenende? Irgendwas Spannendes geplant?

Was immer Ihr vorhabt - lasst es Euch gutgehen und habt es fein!

11. Mai 2016

Preiserhöhung bei Filofax

Falls Ihr in den letzten Tagen mal auf die Website von Filofax Deutschland geschaut habt, dann ist ist Euch sicher aufgefallen, dass die Preise für Organiser gestiegen sind - zum Teil moderat (z. B. beim Domino), zum Teil aber auch gleich um stolze 10€ oder so. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, das für Euch im einzelnen aufzulisten. Alle "alten" Preise entnehme ich dem Katalog vom vergangenen Jahr. 

Fangen wir mit den Ledermodellen an.
Der Malden wird teurer: Pocket kostet dann 95€ (bisher 89€), Personal 107€ (99€) und A5 149€ (139€). Die Größe Mini wird nicht mehr angeboten; die Zip-Modelle - soweit noch vorrätig - sind reduziert.
Beim Lockwood kostet Personal künftig 99€ (bisher 95€), Personal Zip 109€ (99€). Der Preis für A5 steigt auf 139€ (129€) bzw. 155€ (149€) für A5 Zip.
Der Holborn ist, soweit ich sehe, das einzige Modell, das nicht teurer wird: Pocket kostet nach wie vor 89€, Compact und Personal je 99€ und A5 145€. 
The Original kostet künftig 89€ in Personal (85€) und 119€ in A5 (109€). 
Der Nappa in Personal wird weiterhin für 99€ angeboten; Personal Zip kostet jetzt 112€ (109€). A5 verteuert sich ebenfalls: statt 139€ werden nun 145€ fällig bzw. 154€ (149€) für A5 Zip. 
Last but not least noch der Finsbury: für Pocket zahlt man jetzt 79€ (75€); Personal steigt von 79€ auf 86€. A5 bleibt bei 119€, A4 kostet künftig 159€ (149€). 

Auch die nichtledernen Modelle werden (fast alle) teurer. 
Der Fusion kostet jetzt 63€ als Personal (59€), der A5 84€ (79€). 
Nicht erhöht wurde der Preis beim Pennybridge: der Compact Zip bleibt bei 50€; Pocket Zip wird nicht mehr angeboten. 
Moderat ist die Preiserhöhung beim Saffiano: Pocket kostet jetzt 42€ (39€), Compact und Personal je 46€ (45€), Compact Zip 50€ (49€). A5 gibt's für 62€ (59€). 
Für den Patent muss man nun 39€ (37€) in Pocket und 45€ in Compact anlegen. 
Den Daisies gibt's nur noch als Pocket (37€). Die neuen Muster - Geometric und Butterflies - in gleicher Aufmachung kosten 39€ (Pocket) und 42€ (Personal).
Beim Domino ist der Preisanstieg zu verschmerzen: Pocket 34€ (33€), Personal 36€ (35€), A5 54€ (53€). Der Domino Patent kostet jetzt 26€ (25€) als Pocket; für A5 zahlt man 46€ (45€). Der Personal bleibt dagegen bei 29€.  
Und schließlich der Metropol: Pocket gibt's jetzt für 39€ (37€), Personal für 42€ (39€). Beim Personal Zip bleibt es bei 49€; für den A5 werden jetzt 59€ (56€) fällig, und 109€ (99€) für den A4.

Neu im Sortiment sind die Stoffmodelle Denim Dots und Filofax Tweet (nur online erhältlich) zu jeweils 39€ (Pocket) bzw. 49€ (Personal). Im Sommer erwarten wir noch einige lederne Neuheiten. 

Nun ja, dass Preise steigen, ist ja nichts Ungewöhnliches, und man muss sagen, dass die Preise bei Filofax - auch für Einlagen und Zubehör - in den letzten Jahren (ich sammle seit 2009) ziemlich stabil waren. Trotzdem ist eine Erhöhung um - je nach Modell - bis zu 10€ natürlich recht happig. Es lohnt sich also, beim Schreibwarenhändler oder Kaufhaus um die Ecke zu gucken, ob dort noch Modelle zu "alten" Preisen angeboten werden. 

Reduziert sind dagegen folgende Auslaufmodelle (nicht mehr alle Farben/Größen erhältlich):

  • Boston
  • Calipso
  • Classic
  • Exotic
  • Guildford
  • Petal
  • Regency





9. Mai 2016

Kleiner Bruder

Als ich die Review des Eton geschrieben habe, fiel mir auf, dass ich Euch immer noch die Review des Holborn Compact "schulde", den ich im Februar - beim vorletzten Meet up - von Nicole gekauft habe.

Im vergangenen Jahr hatte ich, wie Ihr vielleicht noch wisst,  meinen Holborn in Wine verkauft und ein Exemplar in Black erstanden. Die ganze Story könnt Ihr hier lesen.


Ich liebe das Leder und die Innenaufteilung, aber seit ich - vor etwa einem Jahr - begonnen habe, das DpP zuhause zu lassen und nur noch das W1PN mitzunehmen, ist mir Personal eigentlich zu groß. Der Pennybridge ist praktisch, aber eben "nur" Kunstleder. Mein Traum wäre ja ein Malden Compact Zip in Black, aber leider gab es den ja nur in Ochre, Navy und Purple.

Also habe ich mir irgendwann in den Kopf gesetzt, dass der Holborn in Compact die Lösung sein könnte, und habe Nicole ihren abgeschwatzt. Sie brachte ihn wie vereinbart zum Meet up mit und ich muss gestehen, dass ich im ersten Moment etwas, nun ja, unterwältigt war. Ich hatte mir vorgestellt, dass der Compact genauso sein würde wie mein Personal, nur eben schmaler und mit kleineren Ringen (15 statt 23 mm Ringdurchmesser).

Tatsächlich ist der Compact aber etwas steifer als sein großer Bruder, es fühlt sich an, als sei der Karton darin fester; und auch das Leder ist nicht so weich und stärker genarbt. Er lag auch nicht gleich flach.


Hier kann man die Struktur des Leders ganz gut erkennen, glaube ich:


Als, hehe, alter Filofax-Hase hätte ich das eigentlich wissen können: Leder ist ein Naturprodukt, und unterschiedliche Größen oder Farben des gleichen Modells fallen oft unterschiedlich aus - besonders extrem kennen wir das vom Malden, aber z. B. auch beim Aston habe ich das erlebt, der schwarze hat eine viel stärkere Narbung als der Orchid. Das ist auch kein Hinweis auf schlechtere Qualität oder dergleichen; eigentlich ist das Leder sehr schön - es war einfach nur nicht genau, was ich erwartet hatte, und so musste ich mit dem Compact erst warm werden.

Rein äußerlich ähnelt der Holborn Compact seinem Pendant in Personal - er ist nur, wie gesagt, etwas schmaler. Filofax gibt die Maße mit 190 x 132 x 30 mm (Compact) vs. 190  x 155  x 38 mm (Personal) an.
Beide Modelle sind - wie auch Pocket und A5 - in Black und Brown erhältlich; die Farben Wine und Grey sowie die Varianten mit Zip wurden ja leider eingestellt. In diesem Sommer soll allerdings ein Holborn in Nubuck Brown erscheinen, wie Philofaxy berichtet hat.

Der Compact verfügt über sechs vertikal angeordnete Kartenfächer, die beiden unteren mit geschwungenem Rand, sowie zwei (!) Einschubfächer (eines nach links, das andere nach rechts offen) über die ganze Höhe. Da er schmaler ist als der Personal, sind auch diese Fächer entsprechend schmaler. Ein klassisches Rezept oder ein Überweisungsträger passen nicht komplett hinein. Der Personal ha die gleichen Einschubfächer, allerdings sechs horizontal angeordnete Kartenfächer und ein etwas größeres Fach, ebenfalls mit geschwundenem Rand. Auf der rechten Seite gibt es bei beiden Größen ebenfalls zwei Einschubfächer über die gesamte Höhe; beim Personal zusätzlich ein Reißverschlussfach dahinter. Eine elastische Stiftschlaufe ist ebenfalls vorhanden.


Beide Modelle werden mit einer klassischen Druckknopflasche geschlossen; auch diese fällt beim Compact etwas steifer und leider auch kürzer aus. Der Personal wiegt 203 Gramm, der Compact 175.


Hier seht Ihr ihn eingerichtet:


Ich "wohne" zwar gerade im Dundee, doch jetzt juckt es mich schon wieder in den Fingern...

7. Mai 2016

Speakers' Corner Saturday - 320

Guten Morgen, liebe Filomaniacs! Wie war Eure Woche? Hat der Frühling auch endlich Einzug gehalten bei Euch?

Mein Highlight war, wie Ihr Euch denken könnt, die Ankunft des Eton am Mittwoch - ich habe ja bereits  darüber berichtet. Wenn ich jetzt noch einen Stratford finde, zu einen guten Preis...

Welche Pläne habt Ihr für dieses Wochenende? Lasst es Euch gutgehen! 

Fernsehabend mit Mikesch. Der Filofax ist nie weit weg.  

5. Mai 2016

"Unverhofft kommt oft!"

...sagte der DHL-Mann zu mir, als er mit dem Packerl vor der Tür stand, das meinen Eton enthielt. Ich hatte ihn (also den Filofax, und mithin auch den DHL-Mann) noch gar nicht erwartet, weil der Verkäufer den Versand nicht auf ebay angegeben hatte.

Wie berichtet, habe ich am Donnerstagabend einen Eton ersteigert, für 55 Euro, und damit unterhalb meiner persönlichen "Schmerzgrenze".

Der Eton - 2009 zum letzten Mal im Katalog abgebildet - war eines der absoluten Luxusmodelle von Filofax:
"Understatement hat einen neuen Namen. Lassen Sie sich verführen und inspirieren durch streichelweiches Lammleder und Cotton Cream Einlagen. Funktionalität trifft beim Eton auf pure Sinnlichkeit." (Filofax-Katalog 2009)
Erhältlich war der Eton, wie ich dem FiloWiki entnehme, in den Jahren 2005 bis 2011, in den Größen Pocket, Personal und Slimline, nur in Black. Der Preis wird mit ca. 220 USD angegeben; in der deutschen Preisliste von 2010 (ja, ich hebe alles auf!) ist er nicht mehr erfasst.


Ich habe ihn vor zwei, drei Jahren einmal im Karstadt in München "in echt" gesehen, etwas reduziert zwar, allerdings ziemlich ramponiert und vom Stehen im Regal total verbogen und windschief. Was für einen Schande! Nicole hat ihren Eton auch mal zu einem Meet up mitgebracht, und ich war total verliebt in das superweiche Lammleder - ein echter Handschmeichler!

Der Knightsbridge ist übrigens ebenfalls aus Lammleder.


Mein Eton hat minimale Gebrauchsspuren, was bei so weichem Leder nicht ausbleibt, wurde aber - nach Angabe des Verkäufers (und auch dem Augenschein nach) - sehr pfleglich behandelt und hat das Haus nie verlassen. 


Geschlossen wird er mit der klassischen Druckknopflasche, mit sichtbarem metallenen Druckknopf mit Filofax-Logo; das FiloWiki nennt es gunmetal (Rotguss). Nein, ich habe auch keine Ahnung, was das ist.



Der Verkäufer hat ein cotton cream Register drin gelassen, vermutlich die originale Ausstattung, sowie (was mich gefreut hat) eines dieser Jod Pads, die Filofax im Dreierpack anbietet.


Hier nochmal "nackt":


Auf der linken Seite hat der Eton sechs vertikal angeordnete Kreditkartenfächer,  dazu ein zusätzliches, etwas breiteres Fach (vielleicht für Visitenkarten?) und das obligatorische Einschubfach - allerdings geräumiger, als man es von anderen Modellen kennt. Ein ebensolches Einschubfach plus ein kleines Reißverschlussfach gibt's auch auf der rechten Seite. Sogenannte Ringprotektoren schützen die Mechanik - und umgekehrt das Leder vor Abdrücken.


Der Eton verfügt - wie früher üblich - über zwei unterschiedlich große (für meinen Geschmack eigentlich zu weite) Stiftschlaufen und wiegt leer 205 Gramm - gar nicht mal so schwer also. Zum Vergleich: der Malden wiegt 218 Gramm, der Finsbury 223, The Original 241. Das absolute Schwergewicht (in der Gewichtsklasse "Personal") ist der Balmoral (mit Rückenfach), der es auf mit stolze 319 Gramm bringt.

Mein Exemplar liegt flach wie ein Pfannkuchen, wurde allerdings ja auch benutzt. Laut FiloWiki bedarf es eines leichten Trainings.

Der Eton ist wunderschön und die Aufteilung gefällt mir sehr - leider  ist das Leder recht empfindlich, was Kratzer angeht. Auch wenn ich nicht viel Geld dafür bezahlt habe, und Gebrauchsspuren bei Leder "Charakter" verleihen. widerstrebt es mir, ein so kostbares Modell tagtäglich  in der Tasche herumzutragen. Daher beherbergt der Eton nun mein DpP/Scrapbook und darf zuhause bleiben, während der (weit weniger empfindliche) Dundee mich begleitet.