Filomaniac

Das deutsche Blog für alle Filofax-Fans. - The German blog for all Filofax fans.

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26. November 2014

Das Duell (2): Finsbury vs. The Original

Nach dem sich in der vergangenen Woche Holborn und Malden "duelliert" haben, treten heute an: Finsbury und The Original.

Warum gerade diese beiden? Nun, es handelt sich um die günstigsten echtledernen Modelle, beide kommen in vielen bunten Farben und haben - im Gegensatz zu Holborn und Malden - eher festes Leder. Außerdem wiill ich hier nur Modelle vergleichen, die aktuell noch erhältlich sind.

Fangen wir an mit dem Finsbury: dem FiloWiki entnehme ich, dass es eine "1. Generation" mit sichtbarem Druckknopf gab (2003-2007), seit 2006 ist die heute bekannte Variante mit verdecktem Druckknopf im Handel. Den "Fins" gibt bzw. gab in den Größen Mini (65€), Pocket (75€), Personal (79€), A5 (125€) und A4 (149€), außerdem bis 2011 als Zipped Variante in Mini, Pocket, Personal und A5.

In jedem Jahr hat Filofax neue Farben präsentiert, so gab es den Finsbury u. a. in Tangerine (Orange), Yellow, Aqua, Antique Rose oder Raspberry (um nur einige Farben zu nennen), aber natürlich auch in Black und Brown. Neu sind in diesem Jahr die Farben Cherry (Rot) und Electric Blue, allerdings nur in Personal und A5. Angeboten wird ausserdem ein A5 iPad Organiser mit herausnehmbarer Ringmechanik (Black, Raspberry und Cherry) für 99 €.



The Original war eine Neuheit des vergangenen Jahres, erhältlich in Personal (79€) und A5 (99€); zunächst in acht Farben: Glattleder in Yellow, Retro Brown und Standard Green, Fluoro (Neon) in Pink und Orange sowie Patent (Lackleder) in Fuchsia, Black und Purple. In den gleichen Farben gibt es passende Schlüsselanhänger (12,90€).


In diesem Jahr neu hinzugekommen sind die Farben Nude, Dark Aqua und Pillarbox Red (alle Glattleder), dafür wurden Orange, Yellow und Green aus dem Sortiment genommen. Als Limited Edition sind außerdem erschienen: Monochrome (schwarz mit weisser Druckknopflasche) sowie Metallic Silver, Gold und (sehr rar!) Copper Gold.

Im Folgenden will ich mich auf die Modelle in der Größe Personal beschränken. Finsbury und Original kosten beide 79 Euro.

Der Finsbury aus genarbtem Rindleder - mit einem Textilfutter in der gleichen Farbe - ist ziemlich steif und braucht einiges an resolutem Training, um flachzuliegen. Dafür ist er unempfindlich gegen Kratzer etc., allerdings reibt sich zumindest bei einigen Modellen die Farbe an den Kanten und an der Druckknopflasche schnell ab. 
Auf der linken Seite bietet er sechs vertikale, ziemlich enge Kartenfächer, dahinter das bekannte Einschubfach. Rechts gibt es ein Reissverschlussfach.


Die Stiftlasche ist komplett aus Leder, daher nicht elastisch. Der Finsbury wiegt leer 223 Gramm; die Druckknopflasche ist (von der Kante bis zum Knopf) etwa 6,3 cm lang.

Der Original ist aus dickem, glattem Rindleder gefertigt - ohne Wattierung oder Futter, so dass man innen die Rückseite des Leders sieht (je nach Farbe schwarz oder beige). Er wird ebenfalls mit einer Druckknopflasche (mit farblich passendem, sichtbarem Druckknopf, den ein The Original-Logo ziert) geschlossen. Am Rücken sieht man - wie beim Domino - die Befestigung der Ringmechanik. Er wiegt leer 241 Gramm.


Der Original liegt out of the box flach. Die Druckknopflasche misst - bei der "1. Generation" - knapp 5 cm, was an sich schon nicht besonders lang ist. Hinzu kommt, dass durch die Anordnung der Innenfächer der Stift, oder was immer man in der Halterung aufbewahrt, auf den Einlagen liegt, was die Dicke zusätzlich erhöht. Nach Beschwerden von Kunden hat Filofax die Lasche verlängert. 


Das breite Gummiband auf der Innenseite bietet das zwei Stiftschlaufen sowie ein größeres Fach, das nach Belieben z. B. weitere Stifte fasst - oder ein Smartphone. Zwei Schlitze im Leder (ebenfalls ohne Futter) dienen als Kartenfächer, werden allerdings verdeckt, wenn man tatsächlich einen Stift in der inneren Lasche aufbewahrt. Visitenkarten verknicken außerdem beim Reinstecken, weshalb diese Fächer in meinen Augen ziemlich nutzlos sind. Dahinter befindet sich ein Einschubfach. Steckt man einen Stift in die dafür vorgesehene äussere Schlaufe, verknickt er das Register.

Hinten bietet der Original ebenfalls ein großes Einschubfach, dazu zwei horizontale Schlitze, in die z. B. der (mitgelieferte) Notizblock passt - nicht das normale Personalformat, sondern ein Flex Jotpad Slim. Das Dreierset Jotpads (à 32 Blatt) kostet stolze 7,50 Euro (!), und das Format (150 x 85 mm) lässt sich nicht in Personal (171 x 95 mm) einheften. Es taugt daher eigentlich nur als Schmier- oder Einkaufszettel, wofür es aber viel zu teuer ist.


So schön das dicke Leder des Originals ist - die Innenaufteilung finde ich im Alltag so nervig, dass ich meinen  Yellow wieder verkauft habe, und der Green nur als Archiv-Filo für daheim taugt. Aufgeschlagen auf dem Schreibtisch ist er perfekt, da er wunderbar flachliegt.

Der Finsbury ist wegen des steifen Leders und der engen Fächer auch nicht optimal (vor allem die ´Tatsche, dass er nicht flachliegt, ist etwas irritierend!), aber ich besitze ihn inzwischen in Grey und Electric Blue (Aqua habe ich wieder verkauft, es war nicht meine Farbe) und habe ihn liebgewonnen.

Finsbury oder Original - welcher ist Euer Favorit?

Nächste Woche treten an: Domino vs. Saffiano

25. November 2014

Neuheiten (10): Exotic

Rechtzeitig zu Weihnachten hat Filofax UK gestern eine weitere Neuheit aus dem Hut gezaubert - den (ursprünglich für September angekündigten) Exotic: eine Limited Edition in der Farbkombination Black & Cream - italienisches Kalbsleder mit Krokoprint aussen und glattes schwarzes Lammleder innen: 
"Vintage inspired and exquisitely hand finished, the Exotic Organiser is made from Italian crocodile print deluxe leather."
Das Personal-Modell (23 mm Ringdurchmesser, 125 GBP) wird mit einer Druckknopflasche geschlossen. Innen bietet es links zwei vertikale Kartenfächer mit einem großen Einschubfach dahinter, rechts ein grosses Fach mit Druckknopfklappe (wie z. B. beim Balmoral oder Ascot) und je eine Stiftschlaufe mit elastischem Einsatz links und rechts.

Der Compact (15 mm Ringdurchmesser, ebenfalls 125 GBP) wiederum hat ein purse inspired design, das heisst: eine Umschlagklappe mit Magnetverschluss (wie der Peru). Die Aufteilung innen ist die gleiche wie beim Personal, allerdings hat der Compact nur eine elastische Stiftschlaufe. (Ob der Exotic wohl breit genug ist, so dass der Stift die Register nicht verknickt? Beim Peru gab es, wie ich hörte, Probleme.) 
Das Design ist also ganz ähnlich wie das des Temperley Violet, den Filofax DE zur Zeit reduziert (von 189 auf 129 Euro) anbietet, allerdings ohne das zusätzliche Einschubfach rechts. Der Violet ist ebenfalls aus italienischem Kalbsleder gefertigt mit hand finished Krokoprint, allerdings in der Farbkombination Violett (natürlich) und Schwarz und mit sichtbarem goldenem Druckknopf. Innen hat er allerdings "nur" ein Textilfutter, während der neue Exotic, wie gesagt, innen eine Kombination aus dem Krokoprint-Leder und schwarzem Lammleder bietet.

Ausserdem erhältlich ist ein iPad Mini Case (135 GBP) ohne Ringmechanik. Es bietet einen drehbaren Halter für das iPad Mini, ein A5-Notizblockfach, verschiedene kleinere (Karten-)Fächer sowie eine elastische Stiftschlaufe.

Was haltet Ihr von den Exotic-Modellen? Etwas für den Weihnachtswunschzettel? Mir gefällt der Personal durchaus (ich mag Krokoprints), allerdings ist er mir mit 125 GBP (plus 10 GBP Versandkosten, also etwa 170 Euro) deutlich zu teuer. Vielleicht finde ich irgendwann einen gebrauchten... 

Update 27. November 2014
Filofax UK hat - auf meine Nachfrage hin - bestätigt, dass der Exotic auch in DE erhältlich sein wird.  

24. November 2014

Das 3. Meet up in Nürnberg

Am vergangenen Samstag haben wir uns zum dritten Mal in Nürnberg getroffen. Treffpunkt war wie immer der Starbucks am Hefnersplatz. "Unser" grosser Tisch war leider belegt (von - Ihr ahnt es - einem Mann) - aber wir haben einfach vier kleine Tische zusammengeschoben, das hat auch wunderbar funktionert.

Einige von uns kannten sich ja schon vom letzten Meet up im September, aber es waren auch wieder neue Filomaniacs dabei.

Wie immer wurde munter gefachsimpelt, Modelle und Einlagen wurden begutachtet und verglichen:


  


Natürlich wurde auch ein bisschen getauscht:


Wer hätte gedacht, dass man einen Willow so vollstopfen kann?


Sehr bewundert wurde Andreas Domino, den sie mit Sharpies bemalt hat:


Dieser Stapel gehört Katrin:


Der schwarze Holborn ist übrigens meiner. (Wie Ihr unten seht, das einzige schwarze Modell.)

Dann wurde der Turm gebaut:


Es hätten eigentlich noch mehr Filos dabei sein sollen, unter anderem ein zweiter (weniger dicker) Willow - aber leider hatten uns zwei Teilnehmerinnen schon verlassen, als wir den Turm gebaut haben...

Zuhause habe ich meinem Mann das Foto des Turms gezeigt und ihn raten lassen, welcher Filofax meiner ist. Er hat auf "den untersten" getippt - einen Finsbury A5 (!) in Raspberry (!). Nach knapp 23 Jahren Beziehung bin ich, ehrlich gesagt, etwas enttäuscht.

Das nächste Meet up in Nürnberg findet voraussichtlich im Februar statt. Jetzt freue ich mich erst einmal auf das Meet up in München am 6. Dezember.

23. November 2014

Mehr Meet ups! (Update)

Hier mal wieder die nächsten Meet up Termine für Euren Filofax:

2014
22. November - Nürnberg
29. November - Essen NEU
30. November - Frankfurt NEU

6. Dezember - München NEU
13. Dezember - Göttingen


2015
10. Januar - Köln NEU


Alle Details findet Ihr in der Filomaniac Facebook-Gruppe (Bereich "Veranstaltungen") sowie im Forum. Dort könnt Ihr Euch auch anmelden.

Nichts für Euch dabei?
Schlagt selbst einen Ort für ein Meet up vor - bei über 2.200 (!) Mitgliedern in der Facebook-Gruppe finden sich bestimmt ein paar nette Leute in Eurer Nähe.

22. November 2014

365/30: Top planning tips?

Heute mal wieder ein Filofax-Thema in der 365/30-Liste, das letzte für diesen Monat; es lautet: Top planning tips? Deine besten Planungstipps?

Tja, das Wichtigste ist wohl, den Filofax immer dabei zu haben, so dass man jederzeit einen Termin oder eine andere Information notieren kann, etwas nachschlagen ("Hast Du am 13. schon was vor?" "Wann fängt nochmal der Yogakurs an?") , ein Todo abhaken usw. Smartphones sind toll - solange der Akku nicht leer ist. Ein Filofax braucht keinen Strom, kein "Netz" - und während man z. B. telefoniert, kann man gleichzeitig mit der freien Hand den Filo aufschlagen, um etwas zu notieren oder nachzuschauen - und muss das Gespräch nicht unterbrechen, um irgendeine App (Kalender, Kontakte...) öffnen.

Und man sollte auch wirklich alles notieren. Natürlich weiss ich, wann meine Mutter Geburtstag hat. Es kommt aber vor, dass ich die ganze Woche vorher dran denke, und ausgerechnet an dem Tag habe ich dann so viel zu tun (oder bin gerade geistig ganz woanders), dass ich es tatsächlich vergesse. Was nicht passiert, wenn es im Filofax steht  - und ich auch hineinschaue!

Nützlich ist ein Multifunktionsstift oder Twin Pen mit Bleistift und Kugelschreiber, eventuell sogar noch einer dritten Mine (Highligher oder zweiter Kugelschreiber). So kann man Dinge, die noch vage sind, zunächst mit Bleistift eintragen und später gegebenenfalls korrigieren. (Wir alle haben doch diese(n) eine(n) Freund(in), der/die Termine grundsätzlich in letzter Minute absagt oder verschiebt.) Eine farbige Mine wiederum erlaubt es, besonders wichtige Dinge hervorzuheben.

Whatever works! Auf YouTube, Pinterest, Instagram, in Blogs und Facebook-Gruppen wird man unendlich viele Ideen und Anregungen zum Thema Filofax finden. Sich inspirieren zu lassen, ist nie verkehrt - aber jeder Jeck ist anders, wie man im Rheinland sagt, und jeder hat ein anderes Leben mit anderen Anforderungen und Bedürfnissen. Welche(s) Kalenderformat(e) man benutzt, ob man seine Seiten bunt oder schlicht gestaltet, welche Größe die richtige ist, kann man nur durch ausprobieren herausfinden - und es kann sich auch ändern. Es gibt kein "richtig " oder "falsch" - ein üppig dekorierter Kalender ist nicht besser oder schlechter als ein schlichter, solange man selbst damit zurecht kommt. 

Das Wunderbare am Filofax ist ja gerade die Flexibilität. Jede(r) kann sich aus einer Fülle von Ringbüchern, Kalenderformaten - vom Vierjahresplaner bis zum Tag auf zwei Seiten (D2P) -, Notizpapier, Einlagen und Zubehör genau das zusammenstellen, was er oder sie braucht. Denn nur, wenn man den Filofax gerne zur Hand nimmt, wird man ihn auch effektiv nutzen - sonst landet er bald in irgendeiner Schublade (oder auf ebay).

Speakers' Corner Saturday - 244


Dass ich das noch erleben darf: Meet up in Nürnberg (das dritte übrigens!) - und die Bahn streikt nicht. Ich freue mich darauf, alte Bekannte wiederzutreffen und neue Filomaniacs kennenzulernen. Gemütlich Kaffee zu trinken, Filos zu vergleichen - und anschliessend noch ein bisschen shoppen zu gehen. Am Montag berichte ich Euch dann, wie es war.

Und Ihr so? Welche Pläne habt Ihr für dieses Wochenende - übrigens das letzte voradventliche? Schon mal ein paar Geschenke besorgen?

19. November 2014

Das Duell (1): Holborn vs. Malden

Heute und in den kommenden Wochen werde ich ein paar beliebte Modelle vergleichen, den Anfang machen Holborn und Malden. (Steve hat das für Philofaxy übrigens auch schon gemacht, seinen Post könnt Ihr hier nachlesen.)

Den Malden hat Filofax 2010 vorgestellt, zunächst in den Farben Crimson (Rot), Black und Ochre; in folgenden Jahr kamen Vintage Pink und Grey hinzu, 2012 Purple und vergangenes Jahr Aqua


In meiner Sammlung fehlt mir nur Aqua.


Bis auf Purple und Ochre sind alle Farben wieder eingestellt worden; die Tatsache, dass dieses Jahr zum ersten Mal keine neue Farbe eingeführt wurde, lässt befurchten, dass es sich beim Malden um ein Auslaufmodell handelt. Der Lockwood könnte ein Nachfolger werden, aktuell ist er allerdings nur als Zip-Modell und nur in Cognac erhältlich. 
Den Malden gab bzw. gibt es in den Grössen Mini, Pocket, Personal, A5 sowie als Pocket bzw. Compact Zip; ausserdem verschiedene eAccessoires und Kleinlederwaren (Geldbörsen etc.)

Der Holborn war eine der Neuheiten 2011, zunächst in Black, Brown und Wine (nur als Zip), 2012 dann auch in Grey und in Wine mit Druckknopflasche. (Inzwischen sind bei Filofax DE nur noch Black und Brown im Sortiment.) Erhältlich waren bzw. sind die Größen Pocket, Slimline, Compact, Personal und A5 sowie Personal und A5 als Zip-Variante, ausserdem ein iPad-Case und diverse Folder. Auch hier hat Filofax seit 2012 keine neuen Farben präsentiert (viele von uns hatten auf ein Dunkelgrün oder -blau gehofft!). Der Verdacht liegt nahe, dass der Nappa als Nachfolger eingeführt wurde - allerdings ist das Leder des Nappa meiner Meinung nach bei weitem nicht so schön wie das des Holborns.


Damit dieser Vergleich nun nicht zu sehr ausufert - und weil ich nur diese Größe besitze -, werde ich mich im Folgenden auf die Modelle in der Grösse Personal beschränken. Was den Preis angeht: beide Modelle kosten 99 Euro. (Auf Plattformen wie ebay werden vergriffene Farben des Malden, vor allem Aqua und Vintage Pink, mitunter für den doppelten bis dreifachen Preis gehandelt!)

Beide sind aus Buffaloleder - das allerdings beim Malden ein sogenanntes Antiqued-Finish erhält, eine Art "Vintage-Look". Das Leder des Malden fällt - von Farbe zu Farbe und sogar teilweise sogar bei jedem einzelnen Exemplar - sehr unterschiedlich aus: es kann glänzend, fast knautschlackartig sein (Black, Crimson), glatt und gleichmäßig genarbt (Vintage Pink und Grey) oder eher matt und rau (besonders Ochre und Purple, allerdings gibt es auch hier glatte, leicht glänzende Exemplare). Um Enttäuschungen zu vermeiden, rate ich immer dazu, den Malden möglichst im Geschäft zu kaufen bzw. sich - beim Kauf aus zweiter Hand - aussagekräftige Fotos schicken zu lassen. (Manche Kunden bestellen online gleich zwei oder drei Exemplare zur Auswahl und behalten dasjenige, das ihnen am besten gefällt.) Die Farben Ochre und Purple sind ausserdem recht anfällig für Macken und Kratzer. Das muss man - als "Vintage-Look" - bzw. Gebrauchsspuren mögen, sonst wird man mit diesen Farben nicht froh werden. Crimson, Black, Vintage Pink und Grey sind dagegen unempfindlicher. (Über Aqua kann ich leider nichts sagen.)

Das Leder des Holborn ist glatter und softer, weniger glänzend, und soweit ich das sagen kann, gibt es hier auch weniger "Varianten". 


Beide haben auffällige Ziernähte; beim Malden sind diese weiss, beim Holborn in Brown und Wine ebenfalls, in Brown und Black dagegen grau. Der Holborn ist, wenn man so will, etwas klassischer und eleganter, der Malden auffälliger - natürlich auch aufgrund seiner kräftigen Farben. Die Ringmechanik ist bei beiden gleich, nämlich 23 mm. Beide Modelle werden mit einer Druckknopflasche geschlossen; beim Malden ist der Druckknopf sichtbar, beim Holborn dagegen verdeckt. Besagte Lasche ist beim Holborn etwa 7 cm lang (gemessen vom Druckknopf an, soweit sie über die Rückseite hinausragt), beim Malden etwa 1 cm länger. Dadurch, und weil das Leder so weich und biegsam ist, lässt er sich sehr gut vollstopfen.


Der Malden wiegt leer 203 Gramm, der Holborn 218 - das tut sich also nicht viel. (Hier habe ich im Juni einige bekannte Modelle gewogen.) 

Beide sind, was das Leder angeht, echte Softies - und beide líegen flach. Aufgrund der Innenaufteilung (zu der wir gleich kommen) ist der Malden noch etwas biegsamer. Wer oft ohne Unterlage, z. B. im Stehen (oder mit dem Filofax auf dem Schoß) etwas notiert, ist mit einem steiferen Modell (wie dem Finsbury) besser bedient.

Was nun also die Innenaufteilung angeht: der Malden bietet auf der linken Seite vier vertikale Kartenfächer, dahinter ein Einschubfach über die ganze Länge; ferner vorne ein weiteres, schmales Einschubfach (das auch größere Karten, Tickets etc. aufnimmt) und davor noch ein Reissverschlussfach - optimal für Kleinzeug wie Heftpflaster, Büroklammern, Briefmarken oder kleine Sticker.


Hinten bietet er ein Notizblockfach und eine weiteres großes Einschubfach. Wer also einen Notizblock mitführen möchte (und ihn nicht in die Ringmechanik einheften), sollte eher zum Malden greifen.

Der Holborn hat sechs Kartenfächer plus ein etwas tieferes Fach mit geschwungenen Rand; dahinter ebenfalls ein Einschubfach über die ganze Höhe sowie - das ist das Besondere! - ein zusätzliches Einschubfach zur linken Seite. Auf der rechten Seite noch einmal zwei große Einschubfächer links und rechts, darin verborgen ein zusätzliches Reissverschlussfach über die ganze Höhe.



Wer also viele Zettel, Fotos, Tickets und Ähnliches unterbringen möchte, ist mit dem Holborn besser bedient.

Die Stiftlasche beim Malden ist komplett aus Leder; beim Holborn hat sie einen elastischen Einsatz.


Welches Modell nun schöner, besser, praktischer ist, mag jeder für sich entscheiden - je nach Bedürfnissen und Geschmack. Der Malden bietet mehr (und "buntere") Farben - und eben ein Notizblockfach; der Holborn hat mehr Innenfächer und eine elastische Stiftschlaufe.

Welcher ist Euer Favorit?



Nächste Woche treten an: Finsbury vs. The Original